Spotify, das goldene Gansl

Auch erschienen auf ambuzzador.com.

Das Streaming-Programm Spotify hat den Musikmarkt revolutioniert. Über zehn Millionen User auf der ganzen Welt erfreuen sich, Musik aller Genres aktuell und immer verfügbar zu haben. Auch Marketingstrategen stimmen in den musikalischen Freudenreigen mit ein.

Für Marketing- und Brand-Manager bietet der Dienst eine ganze Reihe von nützlichen Gelegenheiten. Mit Social Media ist Spotify an sich schon stark verbunden – außer in Deutschland braucht man überall einen Facebook-Account, um sich überhaupt anmelden zu können. Dazu entwickelt sich Spotify mit seiner neuen Browser-basierten Variante selbst immer mehr zum Sozialen Medium: Community, Apps, Followers, nebenbei tourt das  Programm aber quer durch Facebook, Google+ und viele andere Plattformen und hat mit der relativ neuen Twitter-App auch einen Haken zum Kurznachrichtendienst geschlagen. Um Spotify selbst marketingstrategisch zu nutzen, gibt es viele Möglichkeiten wie Playlists, Apps oder klassische Online-Werbung. Doch generell wird Spotify bisher am erfolgreichsten im Branding eingesetzt.

International bekanntestes Beispiel für das Branding war wohl die App der Sportmarke Reebok. Dabei handelte es sich nicht einfach um eine Playlist, sondern um eine Kombination der Sportgewohnheiten und der Lieblingskünstler des Benutzers sowie der Marke Reebok. Die positive Assoziation von Sport und Musik wird so auf das Label übertragen. Aus einer Kleidung, die man eben zum Sport trägt, entwickelt sich ein essentieller Bestandteil des täglichen Lebens. Die Formel ist einfach: Marke + Zielgruppen-orientierter, beliebter Inhalt = zufriedene und gebundene Kunden.

Damit ist die erste Möglichkeit, Spotify ins Marketing zu integrieren, erklärt: Man lässt eine App mit Features entwickeln, die auf die Inhalte des Unternehmens zugeschnitten ist. Diese ist dann im Spotify „App Finder“ verfügbar und gratis runterzuladen.

Die klassische Online-Werbung wie Banner in verschiedenen Formen und Ausprägungen gibt es natürlich auch noch. Sie spielt in den beiden Bezahlvarianten jedoch keine Rolle, da hier Werbung ausgeblendet wird.

Als recht werbe- und markenwirksam hat sich die Erstellung von Playlists herausgestellt. Auf diesen Zug springen in Österreich vor allem Medien (derstandard.at) auf. Sie engagieren Künstler, in ihrem Auftrag eine Playlist auf Spotify zu erstellen, die sie dann im Social Media bewerben. Mitunter werden so auch Gewinnspiele beworben. Einen besonders großen Marketingwert hat das einigen Analysen zufolge zwar nicht, unterstützt aber umso kräftiger das Branding. Die Playlisten lassen sich von Spotify selbst auch promoten, was sich der Dienst aber kräftig zahlen lässt (an die € 10.000,00 Euro etwa in Spanien).

Damit die Community auch von den Playlists angesprochen wird, braucht es ein wenig Action. Abstimmungen (via Facebook) helfen dann, die wöchentlich neuen Songs für die Playlist zu finden. Oder man lässt User für einen bestimmten Zeitraum eine kollektive Playlist erstellen und kündigt dies auf Sozialen Medien an.

Quellen/weitere nützliche Links:

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